Verkehrsaufkommen und -belastung

Überlastung des Altstadtrings

Jeder, der einmal in Hilpoltstein zu Verkehrsstoßzeiten unterwegs ist, kennt das Phänomen. Lange Fahrzeugschlangen auf dem Altstadtring lassen den Verkehr nur zäh oder gar nicht fließen. Ein zügiges Vorankommen, auch wenn man nur kurze Strecken zurücklegen will, ist kaum möglich. Es ist unübersehbar: Die Kapazitäten des Altstadtrings stoßen an ihre Grenzen. In den 80er Jahren für eine Menge  von 6400 Fahrzeugen / Tag geplant, muss er heute fast die dreifache Verkehrsdichte verkraften. Und die Tendenz ist steigend. Dies ist aus den Verkehrsmengenzählungen ersichtlich, die das Bayerische Innenministerium regelmäßig durchführt

Verkehrsaufkommen 2005

Exemplarisch wurde in der Karte die Verkehrsdichte am Altstadtring mitten in Hilpoltstein dargestellt.

 

Verkehrsaufkommen 2010

Im Vergleich dazu wurde in der Karte die  Verkehrsdichte für die Messungen aus dem Jahr 2010 dargestellt. Hier ist ein deutlicher Anstieg der Verkehrsmenge auf dem Altstadtring zu erkennen von über 8% bei den Pkw und fast 20% beim LWK-Aufkommen.

 

Weitere Entwicklung: Zunahme des Verkehrs bis 2020

Auch in Zukunft ist eine weitere Steigerung des Verkehrsaufkommens zu erwarten. Denn in diversen Studien wurde festgestellt, dass in den nächsten Jahren mit einem weiteren Anstiegs des

  • In einem Gemeinschaftsprojekt von Verkehrswissenschaftlern aus Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen, hat „acatech“ berechnet, dass der Pkw-Verkehr bis 2020 um 20 Prozent wachsen wird. Für den Lkw-Verkehr beträgt die entsprechende Zunahme sogar 34 Prozent. (acatech Deutsche Akeademie der Technikwissenschaften). Diese Prognosen sind auch auf Hilpoltstein übertragbar, wenn man sich die oben aufgezeigte Steigerung des Verkehrsaufkommens ansieht.
  • Hilpoltstein wächst und das ist gut so. Die Attraktivität als Wohn- Einkaufs- und Gewerbestandort kann aber nur gesteigert werden erden, wenn die Verkehrsinfrastruktur mitwächst.
  • Der Altstadtring hat nach der Planung in den 80er Jahren zwar die Altstadt entlastet, kann aber das in der Zwischenzeit gestiegene und in Zukunft weiter steigende Verkehrsaufkommen nicht mehr aufnehmen.

Gefährdung der Bürger durch Straßenverkehr:

Schon jetzt gefährdet das hohe Verkehrsaufkommen des Altstadtringes die Bürger.

  • LKWs schrammen an den Kreuzungen Rother- und Allersberger Str. über die Gehwege und gefährden die Fußgänger.
  • Täglich müssen unsere Schulkinder die Einfallstraßen, bzw. den Altstadtring auf ihrem Weg in die Schule überqueren. Die langen Wartephasen an den Ampeln veranlassen nicht selten Passanten und Kinder die Straße trotz Rotlicht zu überqueren!
  • Hilpoltstein wirbt für eine behindertengerechte Stadt. Für Menschen mit Behinderung ist es jedoch sehr schwer bei diesem Verkehr die Straßen zu überqueren.

Umgehungsstraße als Lösung

Durch die oben gezeigte Entwicklung wird deutlich, dass Hilpolstein eine strategische Verkehrsplanung benötigt, um auf die Steigerung des Verkehrsaufkommens und dem Wachstums Hilpoltsteins mit einer mitwachsenden Verkehrsinfrastruktur reagieren zu können. Eine solche Verkehrsplanung ist für die Stadt Hilpoltstein derzeit nicht zu erkennen. Die Umgehungsstraße wäre ein erster Baustein dafür:

  • Aus der Verkehrsmengenkarte und der Statistik über die Verkehrsströme von Intraplan 1984 (neuere Daten liegen uns nicht vor) ist eindeutig zu erkennen, dass die Hauptverkehrsströme zwischen der Heidecker, Rother und Allersberger Str. verlaufen. Um die Innenstadt zu entlasten, wäre es also sinnvoll, diese 3 Straßen mit einer äußeren Umgehungsstraße zu verbinden, um so die Verkehrsströme um Hilpoltstein herumzulenken. Genau das würde eine Umgehungsstraße, wie sie von uns vorgeschlagen wird, erreichen.
  • Die Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüros Klos hat gezeigt, dass der Bau einer Umgehungsstraße durchaus umsetzbar ist.
  • Die Fragen der Kosten und Finanzierbarkeit kann ebenfalls positiv gesehen werden, da der Bau einer Umgehungsstraße durch 80% Zuschüsse vom Land Bayern als „Sonderbaulast“ gefördert würde.