Gewerbegebiet am Kränzleinsberg und Umgehungsstraße

Gewerbegebiet am Kränzleinsberg und Umgehungsstraße

Das Gewerbegebiet am Kränzleinsberg wächst und ist nahezu komplett bebaut. Deswegen ist es beschlossene Sache, es in Richtung Süden zu erweitern, um auch zukünftig den Gewerbestandort Hilpoltstein für Unternehmen attraktiv zu gestalten. Die Erweiterungsfläche ist mit 7 ha veranschlagt.

Mit der Erweiterung wird eine neue Verbindungsstraße zwischen der Heideckerstraße benötigt und soll gebaut werden. Dafür sind 2,5 Mio Euro eingeplant, wie es auf einer Stadtratssitzung im März vorgestellt wurde. Soweit, so gut, ein Gewerbegebiet benötigt eine passende Verkehrsanbindung.

Aber was hat das mit der Umgehungsstraße zu tun, für die wir uns stark machen?
Sehr viel. Die geplante Trasse der Umgehungsstraße ist im Abschnitt des Gewerbegebiets am Kränzleinsberg identisch mit der jetzt beschlossenen Straße durch das Gewerbegebiet am Kränzleinsberg.

Führt man sich aber die veranschlagten Kosten von 2,5 Mio für dieses kurze Teilstück vor Augen, so kommt einem ein Schildbürgerstreich in den Sinn:

  • Aufgrund der Förderung der Umgehungsstraße durch den Staat Bayern von 80% würde die Stadt die komplette Umgehungsstraße 2,6 Mio. kosten. Die tatsächlichen Mehrkosten der Umgehungsstraße für die Stadt lägen sogar nur bei 0,8 Mio Euro. Mit allen Vorteilen, die die Umgehungsstraße mit sich brächte, wie die Verkehrsentlastung der Innenstadt und Reduzierung der Lärm- und Abgasbelastung für die Bürger. Dies hat der Stadtrat aber klar abgelehnt.
  • Der Stadtrat hat aber offensichtlich keine Probleme damit, den viel kürzeren Streckenabschnitt durch das Gewerbegebiet für die nahezu identische Summe von 2,5 Mio zu bauen, ganz nach dem Motto: Wir zahlen mehr und bekommen weniger.
  • Ob eine solche Vorgehen der Stadt wirklich im Sinne von Hilpoltstein ist, darf stark bezweifelt werden.

Überblick in der Karte:

Wie man in der Karte sehen kann, führt die Trasse der Umgehungsstraße, wie sie in der Machbarkeitsstudie des Ingenieurbüros Klos vorgeschlagen wird, mitten durch das Gewerbegebiet am Kränzleinsberg und sorgt für eine bessere Verkehrsanbindung für ansässige Unternehmen. Würde die Umgehungsstraße kommen, wären die jetzt vom Stadtrat geplante Verbindungsstraße für 2,5 Mio. Euro durch das Gewerbegebiet überflüssig.

 

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